Der September-Effekt beschreibt das statistische Phänomen, dass die Börsen im Monat September überdurchschnittlich oft schwächeln. Historische Daten vieler Indizes – darunter Dow Jones, S&P 500 oder DAX – zeigen, dass die Renditen im September im Schnitt negativer ausfallen als in anderen Monaten.
Mögliche Gründe für den September-Effekt an der Börse:
- Psychologische Faktoren: Nach den Sommermonaten und Ferien kehren Anleger an die Märkte zurück und realisieren Gewinne.
- Steuerliche Aspekte: Institutionelle Investoren gleichen zum Quartalsende ihre Bücher aus.
- Marktstimmung: September fällt oft in Zeiten, in denen Unsicherheiten (z. B. Konjunkturdaten, Zinsentscheidungen) besonders groß sind.
Börsenweisheit:
„Aktien fallen laut und steigen leise.“
Das bedeutet: Verluste im September wirken oft dramatisch, während Aufholbewegungen in den Folgemonaten leiser und unspektakulärer passieren.
Der September-Effekt ist kein Naturgesetz, sondern eine Tendenz.
Für langfristige Investoren (Long-Term Investors) bietet er oft günstige Einstiegsgelegenheiten. Wichtig ist, nicht in Panik zu verfallen, sondern antizyklisch zu denken/handeln.
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