Die nächste Welle nach KI? Drei Zukunfts-ETFs für Photonik, Quantencomputer und humanoide Roboter
Wenn künstliche Intelligenz plötzlich Licht braucht, Quanten zählen lernt und Arme und Beine bekommt
Stellen wir uns einen Moment lang vor, wir könnten uns zehn Jahre in die Zukunft beamen.
Wir betreten ein Rechenzentrum.
Doch irgendetwas ist anders.
Zwischen den Chips werden gigantische Datenmengen nicht mehr ausschließlich über klassische elektrische Verbindungen bewegt. Licht übernimmt einen immer größeren Teil der Arbeit.
Wir verlassen das Gebäude und betreten eine Fabrik.
Neben den Menschen arbeiten Roboter. Keine starren Maschinen mehr, die seit 20 Jahren dieselbe Schweißnaht setzen. Sie sehen ihre Umgebung, reagieren auf Veränderungen, lernen Bewegungsabläufe und können unterschiedliche Tätigkeiten übernehmen.
Und irgendwo in einem Labor arbeitet ein Rechner nach Prinzipien, die mit unserem klassischen Verständnis von Nullen und Einsen nur noch bedingt etwas zu tun haben.
Willkommen in einer möglichen Zukunft von:
🔦 Photonik
⚛️ Quantencomputing
🤖 Physical AI und humanoider Robotik
Drei Technologien, die heute teilweise noch am Anfang ihrer wirtschaftlichen Entwicklung stehen – und gleichzeitig das Potenzial besitzen, einige der großen Wachstumsfelder der kommenden Jahrzehnte zu prägen.
Für Anleger stellt sich deshalb eine faszinierende Frage:
Könnten hier einige der Gewinner von morgen entstehen?
Wir haben drei noch relativ junge UCITS-ETFs gefunden, mit denen Anleger genau auf diese Entwicklung setzen können.
Aber Vorsicht:
Das hier ist kein gemütlicher Spaziergang durch den MSCI World.
Wir betreten technologisches Hochgebirge.
1. 🔦 Defiance Photonics UCITS ETF
WKN: A42GFR
ISIN: IE000W1S2PT6
Ertragsverwendung: thesaurierend
Beginnen wir unsere Reise dort, wo der aktuelle KI-Boom bereits auf ein ganz praktisches Problem stößt.
KI hat ein Verkehrsproblem
Stellen wir uns ein modernes KI-Rechenzentrum wie eine gigantische Stadt vor.
Die Prozessoren sind die Häuser und Fabriken.
Aber was passiert, wenn Millionen Informationen gleichzeitig von Gebäude zu Gebäude transportiert werden müssen?
Wir brauchen Straßen.
Sehr viele Straßen.
Und sehr schnelle Straßen.
Genau hier entsteht zunehmend ein Flaschenhals moderner Hochleistungsrechner: Daten müssen zwischen Prozessoren, Speichern, Servern und ganzen Rechenzentren in enormer Geschwindigkeit bewegt werden.
Je größer KI-Modelle und Rechencluster werden, desto wichtiger wird deshalb nicht nur die Rechenleistung selbst.
Die Daten müssen auch transportiert werden.
Und hier kommt Photonik ins Spiel.
Photonische Systeme nutzen Licht beziehungsweise Photonen zur Übertragung und Verarbeitung von Informationen.
Das Einsatzgebiet reicht von:
- optischen Netzwerkkomponenten
- Glasfasertechnik
- Lasern
- photonischen Halbleitern
- optischen Transceivern
- Silicon Photonics
- Photonic Integrated Circuits
- neuen Verbindungstechnologien innerhalb großer Rechenzentren
Genau auf dieses Ökosystem setzt der Defiance Photonics UCITS ETF.
Der zugrunde liegende Index enthält aktuell nur eine begrenzte Zahl an Unternehmen. Das macht deutlich: Hier handelt es sich nicht um einen breit diversifizierten Welt-ETF, sondern um eine konzentrierte Themenstrategie.
Wer steckt darin?
Zu den derzeit wichtigen Unternehmen im Themenfeld gehören unter anderem:
- Lumentum Holdings – Laser und optische Komponenten
- Ciena – optische Hochgeschwindigkeitsnetzwerke
- Fabrinet – Fertigung komplexer optischer und elektronischer Komponenten
- Coherent – Laser, Photonik und optische Technologien
- MACOM Technology Solutions – Halbleiterlösungen für Hochgeschwindigkeitskommunikation
- Applied Optoelectronics – optische Netzwerkprodukte und Transceiver
- Marvell Technology – Halbleiter und Networking-Technologien
- Corning – unter anderem Glasfasertechnologie
Die Konzentration auf wenige Unternehmen ist erheblich.
Das bedeutet: hohe Chance – hohe Konzentration – hohe Schwankungen.
Warum Photonik so interessant werden könnte
Der bisherige KI-Boom wurde hauptsächlich über einen Begriff erzählt:
Rechenleistung.
Mehr GPUs.
Mehr Chips.
Mehr Rechenzentren.
Doch irgendwann reicht es nicht mehr, immer leistungsfähigere Prozessoren nebeneinanderzustellen.
Die Prozessoren müssen miteinander kommunizieren.
Und je größer diese Systeme werden, desto wichtiger werden:
Bandbreite, Geschwindigkeit und Energieeffizienz der Datenübertragung.
Genau deshalb könnte Photonik zu einer Art Nervensystem der KI-Infrastruktur werden.
Oder einfacher:
NVIDIA & Co. bauen möglicherweise das Gehirn – Photonik hilft dabei, dass die Nervenzellen miteinander sprechen können.
Aber Vorsicht: Die Rakete ist bereits gestartet
Und hier kommt der unangenehme Teil.
Wer glaubt, dieses Thema sei an der Börse vollkommen unbekannt, kommt möglicherweise nicht mehr ganz am Anfang.
Die Branche hat bereits eine starke Rally erlebt.
Das ist keine normale Schwankung.
Das ist Achterbahn.
Ein solcher ETF kann innerhalb relativ kurzer Zeit:
+30 Prozent,
−25 Prozent,
+40 Prozent
und anschließend wieder −20 Prozent machen.
Das Thema kann also langfristig fantastisch sein und der ETF kurzfristig trotzdem brutal korrigieren.
Das ist eine der wichtigsten Lektionen bei Zukunftsinvestments:
Eine großartige Technologie ist nicht automatisch zu jedem Preis ein großartiges Investment.
2. ⚛️ iShares Quantum Computing UCITS ETF
ISIN: IE000C6ITGC8
Ertragsverwendung: thesaurierend
Wir verlassen jetzt das Rechenzentrum.
Und betreten ein Labor.
Dort steht ein Computer.
Nur funktioniert dieser Computer fundamental anders als der Laptop auf unserem Schreibtisch.
Willkommen beim Quantencomputer.
Der Computer, der nicht nur 0 oder 1 kennt
Klassische Computer arbeiten mit Bits.
Ein Bit ist vereinfacht gesagt:
0 oder 1.
Quantencomputer arbeiten dagegen mit sogenannten Qubits.
Durch quantenmechanische Effekte können völlig neue Arten der Informationsverarbeitung entstehen.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass unser Laptop demnächst durch einen Quantencomputer ersetzt wird.
Darum geht es gar nicht.
Interessant sind vielmehr bestimmte extrem komplexe Problemstellungen.
Denkbare Anwendungsfelder reichen langfristig von:
- 🧬 Medikamentenentwicklung
- 🧪 Materialforschung
- 📦 Optimierungsproblemen
- 🔐 Kryptografie
- ⚡ Energie
- 💰 Finanzmodellierung
- 🌦️ komplexen Simulationen
- bis hin zu neuen Möglichkeiten im Zusammenspiel mit künstlicher Intelligenz
Der iShares Quantum Computing UCITS ETF versucht, genau dieses Ökosystem investierbar zu machen.
Warum Quantum Computing eine gigantische Chance sein könnte
Bei vielen Zukunftstechnologien lässt sich relativ gut abschätzen, was passieren soll.
Beim Quantencomputing ist die Bandbreite erheblich größer.
Sollten Quantencomputer eines Tages zuverlässig und wirtschaftlich relevante Probleme lösen können, die klassische Computer praktisch nicht oder nur mit enormem Aufwand bewältigen können, könnte daraus eine völlig neue Computerindustrie entstehen.
Das wäre keine schnellere Version unseres heutigen Computers.
Es wäre eine zusätzliche Rechenarchitektur für völlig neue Problemklassen.
Und genau darin liegt die enorme Upside.
Aber Quantum ist wahrscheinlich die größte Wette unserer drei Kandidaten
Photonik funktioniert heute.
Roboter funktionieren heute.
Beim Quantencomputing ist die zentrale wirtschaftliche Frage noch wesentlich offener.
Welche Technologie setzt sich durch?
Wann erreichen Systeme ausreichende Fehlerkorrektur?
Welche Anwendungen liefern tatsächlich einen wirtschaftlichen Vorteil?
Welche Unternehmen verdienen am Ende Geld?
Und wie lange dauert das alles?
Fünf Jahre?
Zehn?
Zwanzig?
Niemand weiß es zuverlässig.
Genau deshalb ist Quantum Computing gleichzeitig vielleicht der ETF mit dem größten theoretischen Potenzial und der größten Unsicherheit in unserer kleinen Zukunftsauswahl.
Für Anleger bedeutet das:
Wer hier investiert, sollte nicht jeden Donnerstag nachsehen, ob der ETF schon 17 Prozent gestiegen ist.
Das ist eher eine These nach dem Motto:
„Ich glaube, dass Quantencomputing innerhalb der kommenden zehn oder fünfzehn Jahre wirtschaftlich erheblich relevanter wird als heute.“
3. 🤖 KraneShares Global Humanoid Robotics & Physical AI UCITS ETF
ISIN: IE000O6Z73N7
Ertragsverwendung: thesaurierend
Jetzt verlassen wir das Labor.
Wir öffnen eine Tür.
Und plötzlich steht die KI vor uns.
Mit zwei Armen.
Zwei Beinen.
Kameras.
Sensoren.
Motoren.
Und möglicherweise einer ziemlich beeindruckenden Fähigkeit zu lernen.
KI bekommt einen Körper.
Willkommen bei Physical AI.
Von ChatGPT zum Roboter
Die erste große KI-Welle spielt sich überwiegend auf Bildschirmen ab.
KI schreibt Texte.
KI programmiert.
KI erstellt Bilder.
KI analysiert Daten.
KI beantwortet Fragen.
Doch die nächste große Entwicklungsstufe könnte darin bestehen, dass künstliche Intelligenz beginnt, mit der physischen Welt zu interagieren.
Das verändert alles.
Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um Software.
Ein Roboter benötigt:
- 🧠 Rechenleistung
- 👁️ Kameras und Machine Vision
- 🦾 Aktuatoren
- ⚙️ Präzisionsgetriebe
- 🖐️ Greifer
- 📡 Sensoren
- 🔋 Batterien
- 🧭 Navigation
- 💾 Halbleiter
- und natürlich die entsprechende KI-Software
Genau deshalb gefällt uns an diesem Investmentthema etwas besonders gut:
Wir müssen nicht wissen, welcher Roboterhersteller am Ende gewinnt.
Vielleicht Tesla.
Vielleicht Figure.
Vielleicht Unitree.
Vielleicht ein Unternehmen, dessen Namen heute kaum jemand kennt.
Ein ETF kann stattdessen versuchen, das gesamte Ökosystem zu besitzen.
Die Schaufelverkäufer der Roboterrevolution
Der KraneShares ETF investiert genau in diese Wertschöpfungskette.
Das gefällt uns.
Denn möglicherweise liegt die interessanteste Investmentchance gar nicht beim Unternehmen, dessen Roboter später durch unsere Küche läuft.
Vielleicht liegt sie beim Hersteller des Präzisionsgetriebes in dessen Ellenbogen.
Oder beim Sensor in der Hand.
Oder beim Halbleiter im Kopf.
Oder beim Unternehmen, das dafür sorgt, dass der Roboter überhaupt erkennt, dass die Kaffeetasse vor ihm keine Schraube ist. 😄
Warum Physical AI möglicherweise größer wird als generative AI
Das klingt zunächst provokant.
Aber denken wir ökonomisch.
Generative KI automatisiert vor allem geistige Arbeit.
Physical AI könnte irgendwann Teile der körperlichen Arbeit automatisieren.
Und damit öffnet sich ein gigantischer zusätzlicher Markt.
Denken wir an:
- 🏭 Fabriken
- 📦 Logistikzentren
- ✈️ Flughäfen
- 🏨 Hotels
- 🚜 Landwirtschaft
- 🏗️ Baustellen
- 🛒 Einzelhandel
- 🧹 Gebäudereinigung
- 👵 Pflegeunterstützung
- und irgendwann möglicherweise Teile des Handwerks
Die Entwicklung hat bereits begonnen.
In vielen Industrieländern passiert gleichzeitig Folgendes:
Die Bevölkerung altert.
Arbeitskräfte werden knapper.
Löhne steigen.
KI wird leistungsfähiger.
Roboter werden günstiger.
Irgendwann könnten sich diese Linien kreuzen.
Dann lautet die Frage für ein Unternehmen möglicherweise nicht mehr:
„Ist ein humanoider Roboter teuer?“
Sondern:
„Ist der Roboter langfristig günstiger als die Arbeitskraft, die ich nicht mehr finde?“
Wenn dieser Punkt erreicht wird, könnte Physical AI von einer faszinierenden Technologie zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit werden.
Drei ETFs – aber eigentlich drei unterschiedliche Zukunftswetten
Jetzt wird es interessant.
Denn oberflächlich könnte man sagen:
„Alles irgendwie KI.“
Das wäre falsch.
🔦 Photonik
Wie bewegen wir immer größere Datenmengen?
Photonik könnte ein wichtiger Teil der Infrastruktur zukünftiger Hochleistungsrechner und KI-Rechenzentren werden.
⚛️ Quantum Computing
Wie lösen wir Probleme, für die klassische Computer an Grenzen stoßen?
Hier geht es um eine möglicherweise völlig neue Rechenarchitektur.
🤖 Physical AI
Wie bringen wir künstliche Intelligenz aus dem Computer in die reale Welt?
Hier geht es um Maschinen, die sehen, verstehen und physisch handeln können.
Und plötzlich ergibt sich eine faszinierende technologische Kette:
KI lernt zu denken.
↓
Photonik hilft, gigantische Datenmengen zu bewegen.
↓
Neue Rechnerarchitekturen könnten völlig neue Berechnungen ermöglichen.
↓
Physical AI bringt Intelligenz schließlich in die physische Welt.
Das große Problem mit Zukunfts-ETFs
Jetzt müssen wir allerdings über etwas sprechen, das in Hochglanzbroschüren gerne etwas kleiner gedruckt wird.
Zukunftstechnologie bedeutet nicht automatisch Zukunftsrendite.
Das Internet hat die Welt verändert.
Trotzdem gingen während der Dotcom-Blase unzählige Internetunternehmen pleite.
Solarenergie hat die Energieversorgung verändert.
Trotzdem waren nicht alle Solaraktien fantastische Investments.
Elektromobilität wird bleiben.
Trotzdem muss nicht jeder Elektroautohersteller ein Börsengewinner werden.
Das Gleiche gilt hier.
Eine Branche kann um 500 Prozent wachsen und einzelne Unternehmen können trotzdem verschwinden.
Genau deshalb sind ETFs bei solchen frühen Technologien grundsätzlich interessant.
Sie reduzieren das unternehmensspezifische Risiko.
Wir müssen nicht erraten:
Wer baut den besten Quantencomputer?
Wer entwickelt den erfolgreichsten humanoiden Roboter?
Welcher Photonikhersteller gewinnt?
Wir besitzen einen Korb.
Aber auch dieser Korb schützt nicht vor einem Branchencrash.
Und dann gibt es noch ein zweites Problem: Bewertung
Der Photonics-Bereich hat bereits eine gewaltige Rally hinter sich.
Auch Robotics- und Physical-AI-Themen wurden vom Markt bereits entdeckt.
Das zeigt:
Wir sind nicht die Ersten, die diese Geschichten entdeckt haben.
Der Markt schläft nicht.
Deshalb sollten Anleger Zukunfts-ETFs niemals allein deshalb kaufen, weil die Zukunftsvision überzeugend klingt.
Entscheidend ist immer:
Wie viel dieser Zukunft steckt bereits im Kurs?
Für wen könnten solche ETFs interessant sein?
Aus unserer Sicht vor allem für Anleger, die bereits ein solides Basisdepot besitzen und bewusst einen kleinen Teil ihres Kapitals für asymmetrische Zukunftschancen reservieren möchten.
Nicht:
50 Prozent Photonics.
30 Prozent Quantum.
20 Prozent Roboter.
Dann besitzt man kein Zukunftsdepot.
Dann besitzt man ein technologisches Kasino. 😄
Anders sieht es aus, wenn beispielsweise wenige Prozent eines breit diversifizierten Portfolios auf mehrere Zukunftsthemen verteilt werden.
Dann kann etwas Interessantes passieren.
Scheitert eine These und ein Investment verliert 50 Prozent, bleibt der Schaden für das Gesamtportfolio überschaubar.
Entwickelt sich dagegen aus einer dieser Technologien tatsächlich eine der dominierenden Industrien der kommenden zehn oder zwanzig Jahre, kann aus einer kleinen Position irgendwann eine relevante Position werden.
Das ist die Idee hinter asymmetrischem Investieren:
Der mögliche Verlust wird über die Positionsgröße kontrolliert.
Das mögliche Upside bleibt offen.
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis
Bei Zukunftsinvestments suchen wir nicht unbedingt das Unternehmen, das heute bereits die höchsten Gewinne erzielt.
Wir suchen möglicherweise den zukünftigen Flaschenhals.
Beim Goldrausch wurden nicht nur Goldgräber reich.
Auch diejenigen verdienten Geld, die Schaufeln verkauften.
Übertragen auf unsere drei Themen bedeutet das:
Bei KI könnten Photonikunternehmen die Datenautobahnen liefern.
Beim Quantencomputing könnten spezialisierte Hardware-, Kühlungs-, Steuerungs- oder Messtechnikunternehmen profitieren.
Bei humanoiden Robotern könnten Hersteller von Sensoren, Aktuatoren, Präzisionsgetrieben und Halbleitern möglicherweise ebenso interessant werden wie die eigentlichen Roboterhersteller.
Vielleicht liegt der größte Börsengewinner der nächsten technologischen Revolution deshalb nicht dort, wo alle hinschauen.
Vielleicht baut er lediglich ein kleines Bauteil, ohne das die ganze Revolution nicht funktioniert.
Unser AKTIENPEDIA®-Fazit
🔦 Defiance Photonics UCITS ETF
Technologische Reife: hoch
Wachstumspotenzial: sehr hoch
Risiko: sehr hoch
Problem: bereits starke Rally
Photonik ist aus unserer Sicht derzeit die wirtschaftlich am unmittelbarsten nachvollziehbare These der drei Kandidaten.
Die Technologie wird bereits eingesetzt und der Bedarf an schneller, energieeffizienter Datenkommunikation wächst mit immer größeren Rechenzentren.
Allerdings hat der Markt diese Geschichte bereits entdeckt.
⚛️ iShares Quantum Computing UCITS ETF
Technologische Reife: niedrig
Wachstumspotenzial: extrem hoch
Risiko: extrem hoch
Zeithorizont: sehr lang
Quantum Computing ist die größte „Was wäre, wenn?“-Geschichte.
Sollte die Technologie wirtschaftlich skalieren, könnte daraus eine neue Computerindustrie entstehen.
Sollte der Durchbruch länger dauern als erwartet, könnten Anleger jahrelang auf die versprochene Zukunft warten.
🤖 KraneShares Humanoid Robotics & Physical AI UCITS ETF
Technologische Reife: mittel
Wachstumspotenzial: sehr hoch
Risiko: sehr hoch
Ökonomischer Treiber: Automatisierung + Arbeitskräftemangel
Physical AI könnte eine zweite große KI-Welle auslösen.
Die erste brachte Intelligenz auf unsere Bildschirme.
Die zweite könnte sie in Maschinen bringen.
Und sollte künstliche Intelligenz irgendwann nicht mehr nur Texte schreiben, sondern tatsächlich körperliche Arbeit übernehmen können, sprechen wir möglicherweise über einen Markt, dessen Dimension heute noch schwer vorstellbar ist.
Drei kleine Tickets in die Zukunft?
Vielleicht.
Aber nicht blind.
Nicht aus FOMO.
Und schon gar nicht mit Geld, das kurzfristig benötigt wird.
Zukunftsinvestments benötigen etwas, das an der Börse manchmal schwerer aufzubringen ist als Kapital:
Geduld.
Denn vielleicht passiert zwölf Monate lang gar nichts.
Vielleicht halbiert sich eine Position zunächst.
Vielleicht stellt sich eine Technologie als Sackgasse heraus.
Vielleicht erleben wir aber auch irgendwann den Moment, in dem wir auf einen kleinen Kauf aus dem Jahr 2026 zurückblicken und sagen:
„Verdammt. Damals war das tatsächlich noch klein.“
Genau deshalb finden wir solche Themen bei AKTIENPEDIA® so faszinierend.
Nicht weil wir wissen, was passieren wird.
Sondern weil wir verstehen möchten, was passieren könnte.
Und vielleicht ist das eine der spannendsten Aufgaben eines langfristigen Investors:
Nicht ständig den Gewinnern von gestern hinterherzulaufen.
Sondern gelegentlich zu fragen:
Welche Technologie könnte die Welt von morgen dringend brauchen – und wer verkauft dafür heute schon die Schaufeln?
Hinweis / Disclaimer: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar und dient der Information und Unterhaltung. Er ist weder Anlage- noch Finanzberatung und ausdrücklich keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf der genannten Wertpapiere, ETFs oder anderer Finanzinstrumente. Zukunftstechnologien und Themen-ETFs können erheblichen Kursschwankungen unterliegen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Investitionen an der Börse sind mit Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Jeder Anleger sollte seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich treffen und die jeweiligen Produktunterlagen sowie seine persönliche finanzielle Situation berücksichtigen.
Bildquelle: KI-gestützt erstellt | AKTIENPEDIA® Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-gestützte Werkzeuge zur Recherche, Strukturierung und redaktionellen Unterstützung eingesetzt. Die inhaltliche Prüfung, Bearbeitung und redaktionelle Verantwortung liegen bei AKTIENPEDIA®.


