Was bedeutet „Stage 4“?
Stan Weinstein hat Aktien in vier Phasen eingeteilt:
- Stage 1: Bodenbildung – Die Aktie tritt auf der Stelle.
- Stage 2: Aufwärtstrend – Der Kurs bricht nach oben aus, jetzt beginnt der spannende Teil.
- Stage 3: Topbildung – Die Luft wird dünn, der Kurs stagniert.
- Stage 4: Abwärtstrend – Es geht bergab. Richtig bergab.
„Never buy or hold in Stage 4.“
Warum? Weil ein Wert, der in Stage 4 fällt, oft noch weiter fällt.
Es gibt keine Stabilität, keine Nachfrage, keine positive Dynamik.
Oder einfacher gesagt: Ein fallendes Messer willst du nicht auffangen.
Das „I“ in CANSLIM – wenn die Großen gehen
Die zweite Regel kommt von William O’Neil und seiner CANSLIM-Methode.
Der Buchstabe I steht für Institutional Sponsorship – also die Unterstützung durch große Investoren wie Fonds oder Banken.
- Wenn diese Investoren kaufen, ziehen sie die Aktie mit nach oben.
- Wenn sie verkaufen, wird der Kurs unweigerlich belastet.
Declining RS Rating (Relative Strength) heißt dazu:
Die Aktie entwickelt sich schwächer als der Gesamtmarkt. Institutionelles Kapital zieht sich zurück.
Was passiert, wenn beides zusammenkommt?
Eine Aktie ist in Stage 4 und verliert gleichzeitig die Unterstützung großer Investoren?
Dann solltest du hellhörig werden.
- Es gibt keinen Trend, der dich trägt.
- Es gibt kein „starkes Geld“, das den Kurs stabilisiert.
- Es gibt nur noch Hoffnung – und Hoffnung ist an der Börse ein schlechter Ratgeber.
Die Psychologie dahinter
Warum halten viele Anleger trotzdem an solchen Aktien fest?
- Ego: „Ich habe doch recht, der Kurs wird sich wieder erholen.“
- Verlustaversion: Solange ich nicht verkaufe, habe ich den Verlust nicht realisiert.
- Hoffnung: „Vielleicht dreht er ja morgen wieder.“
Das Problem: Börsenkurse interessieren sich nicht für unser Ego.
Stage 4 ist nicht der Ort für Geduld – es ist der Ort für Konsequenz.
Was tun?
- Prüfe regelmäßig deine Positionen: In welcher „Stage“ befinden sie sich?
- Achte auf den RS-Wert (Relative Stärke) – wenn er fällt, wirst du schwächer als der Markt.
- Beobachte institutionelle Käufe/Verkäufe: Wenn die Großen gehen, musst du überlegen, ob du bleiben willst.
Kernbotschaft:
Umschichten ist keine Niederlage, sondern eine Entscheidung für eine bessere Zukunft deines Depots.
Stan Weinstein und William O’Neil haben es auf den Punkt gebracht:
Halte dich von Aktien fern, die in einem Abwärtstrend gefangen sind und das Vertrauen der Großen verlieren.
Es kostet Überwindung, aber es schützt dich vor langem Kapitalstillstand – und manchmal vor dem Totalverlust.
In diesem Sinne wünsche ich dir einen handelserfolgreichen Tag!
P.S. Die gefällt dieser Blog und du möchtest ihn unterstützen? Prima, dann klicke bitte hier: Support!
Haftungsausschluss:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar. Investieren ist mit Risiken verbunden. Vergangene Entwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft.


