Die Markteffizienzhypothese (MEH), international bekannt als Efficient Market Hypothesis (EMH), ist eine Theorie der Finanzwissenschaft, die in den 1960er-Jahren von Eugene Fama entwickelt wurde. Sie beschreibt, in welchem Ausmaß Informationen in den Kursen von Wertpapieren enthalten sind.
Kernaussage der Markteffizienzhypothese
Die Hypothese besagt: Alle verfügbaren Informationen sind sofort und vollständig in den Kursen enthalten.
Daraus folgt, dass es praktisch unmöglich ist, den Markt auf Dauer durch gezieltes Stock-Picking, Chartanalyse oder andere Strategien zu schlagen.
Formen der Markteffizienz
- Schwache Form: Alle Informationen aus der Vergangenheit (historische Kurse, Chartmuster) sind bereits eingepreist. → Technische Analyse bringt keinen Vorteil.
- Halbstarke Form: Alle öffentlich zugänglichen Informationen (z. B. Nachrichten, Geschäftsberichte) sind berücksichtigt. → Fundamentalanalyse liefert keinen dauerhaften Mehrwert.
- Starke Form: Selbst Insiderinformationen wären schon im Kurs enthalten. → Diese Form gilt als unrealistisch.
Kritik an der Markteffizienzhypothese
- Behavioral Finance zeigt, dass Anleger oft irrational handeln (Gier, Angst, Herdenverhalten).
- Spekulationsblasen und Crashs widersprechen einer vollkommen effizienten Preisbildung.
- Erfolgreiche Investoren wie Warren Buffett scheinen den Markt langfristig sehr wohl zu schlagen.
Die MEH ist eine zentrale Theorie der Finanzwissenschaft, die erklärt, warum es so schwer ist, dauerhaft Überrenditen zu erzielen. In der Praxis gilt der Markt jedoch nicht als vollkommen effizient – psychologische und externe Faktoren beeinflussen die Kurse.
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