Kapitalfresser – Definition & Bedeutung an der Börse … Ein Kapitalfresser ist eine Aktie oder ein ETF, der zwar hohe und regelmäßige Dividenden ausschüttet, dessen Kurswert jedoch über die Jahre langsam, aber stetig abnimmt.
Anleger erhalten also laufend Cashflow, doch der Wert des investierten Kapitals wird gleichzeitig „aufgefressen“.
Typische Merkmale eines Kapitalfressers
- Hohe Ausschüttungen (oft überdurchschnittlich, z. B. 6–12 % Dividendenrendite)
- Sinkender Kurswert über die Jahre, oft schleichend
- Das Kapital bleibt nicht stabil, sondern löst sich langsam auf
Zusammengefasst droht jedoch (in meiner Wahrnehmung) ein Plus-Minus-Null-Geschäft, wenn man Dividenden und Kursverlust gegeneinander rechnet.
Ein kapitales Beispiel
Ein ETF wie der Global X NASDAQ 100 Covered Call zahlt hohe monatliche Dividenden, bremst aber durch seine Optionsstrategie das Kurswachstum.
Wer nur die Ausschüttungen sieht, freut sich – wer den Kursverlauf beobachtet, erkennt den Kapitalfresser.
In der Konsequenz bedeutet dies: Ein Kapitalfresser ist kein „schlechtes“ Investment, sondern eine bewusste Entscheidung: Sofortiger Cashflow gegen langfristige Wertstabilität.
Wer sich für Investments in Kapitalfresser entscheidet, sollte genau wissen, worauf er sich einlässt.
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